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Verhaltensänderungen bedingt durch Störungen der Exekutivfunktionen

Die exekutiven Funktionen sind Grundlage für eine selbständige Lebensführung und werden normalerweise bereits ab dem Kleinkindalter trainiert. Studien unter jungen Erwachsenen mit FASD zeigen jedoch, dass 70 Prozent der Menschen nicht eigenständig leben können und nur 12 Prozent einem Beruf nachgehen (Spohr 2007). Daher ist die vorgeburtliche Hirnschädigung bei allen FASD-Formen von besonderer Bedeutung. Die Schädigungen betreffen in den meisten Fällen das Frontalhirn und somit die Ausbildung der Exekutivfunktionen.

Störungen der exekutiven Funktionen können sich auf geistiger oder der Verhaltensebene zeigen, beide Ebenen hängen zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. So werden Fähigkeiten wie Vorausschau, Planung, Ausführung und Reflexion einer Handlung unter dem Begriff Exekutivfunktionen zusammengefasst. Darüber hinaus steuern, überwachen und verändern sie auch das Verhalten. (Sandra Verena Müller: Störungen der Exekutivfunktionen, Idstein 2009)

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Expertensprechstunde „Diagnostik und Therapie bei FASD“,
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Erwachsene mit FASD
Fachtag am 18. Mai 2017 in Wuppertal

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