Eingliederungshilfe2019-06-13T16:19:19+02:00

Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung

Die Art der Behinderung entscheidet über die Zuständigkeit des Leistungsträgers

Die grundsätzliche Einordnung als Behinderung entscheidet darüber, ob und welche Hilfen Betroffene und deren Angehörige erhalten können. Die Art der Behinderung entscheidet darüber, welcher Leistungsträger zuständig ist. So werden Teilhabeleistungen beispielsweise bei jungen Menschen von Trägern der öffentlichen Jugendhilfe oder der Sozialhilfe gewährt:

  • Sind Teilhabeleistungen aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung erforderlich, so handelt es sich um Eingliederungshilfe nach dem SGB XII (Sozialhilfe-Träger).
  • Sind Leistungen aufgrund einer seelischen Behinderung erforderlich oder benötigen die Pflegeeltern Hilfe zur Erziehung, so werden diese Leistungen nach dem SGB VIII, also der Kinder- und Jugendhilfe gewährt.

Bei FASD dient häufig der Intelligenzquotient (IQ) als Kriterium, ob diesen Kindern und Jugendlichen eine geistige (IQ < 70) oder seelische Behinderung (IQ > 70) zuerkannt wird.

Die gesetzliche Grundlage für die Beantragung von Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist im SGB IX verankert. Neben der Definition von „Behinderung“ (-> Schwerbehindertenausweis), Leistungen der Eingliederungshilfe und Bearbeitungsfristen von Anträgen regelt es die Zusammenarbeit der Leistungsträger (z.B. Jugendhilfe oder Sozialhilfe).

Eingliederungshilfe

Die Leistungen der Eingliederungshilfe umfassen im Wesentlichen:

  • Medizinische Rehabilitation
  • schulische und berufliche Eingliederung sowie
  • Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft, wie z.B. Freizeit- und Feriengestaltung.

Darüber hinaus sind auch individuelle Hilfen möglich wie z.B. regelmäßige Entlastungswochenenden, um den Pflegefamilien mit Kindern und Jugendlichen mit Fasd eine Erholungsphase einzuräumen. Grundsätzlich werden im Rahmen der Hilfeplanung konkrete Bedarfe und Leistungen abgestimmt, die der Betroffene bzw. die Pflegeeltern entweder als Sachleistung oder Geldleistungen erhalten. Mit der Geldleistung, dem sogenannten Persönlichen Budget, können flexible, individuelle Hilfen selber beschafft werden.

Um allen Pflegekindern mit Behinderung die gleichen Hilfen zukommen zu lassen, setzt sich das „Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien eV“ eine inklusive Lösung der Gesetzgebung ein. Unabhängig von der Behinderungsart sollen zukünftig alle Kinder und Jugendlichen nach dem Hilfesystem der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) betreut werden und das gleiche Recht auf Heranwachsen in einer fürsorglichen Pflegefamilie haben.

Aktuelles

Premiere: FASD-Online-Event am 11.9.21

Junge Menschen mit FASD sind herzlich eingeladen, sich auszutauschen und zu vernetzen.


Kinderbuchreihe des Erziehungsbüro Rheinland             

Neue Kinderbücher zu wichtigen Lebensthemen von Pflegekindern.


Neuerscheinung

„Schulkinder mit FASD“, geschrieben aus der Perspektive einer Pflegemutter und unterrichtenden Lehrerin.


„Noteingang“ – neues Projekt im BbP 

Mit dem neuen Projekt „Noteingang“ soll ein bundesweites Konzept und Netzwerk zur Inobhutnahme von Kindern mit Behinderung entwickelt und umgesetzt werden. Dafür wird Verstärkung gesucht.


Fachtagung „FASD triff Trauma“

Follow Up und Zusammenfassung


Neue FASD-Elternseminare

Wissen, Hilfen und FASD-gerechte Pädagogik, im Kreis Viersen


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