Aktuelles2020-07-23T12:05:50+02:00

Aktuelles

Warum Alkohol in der Schwangerschaft so gefährlich ist

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. hat ein Erklärvideo speziell für junge Frauen, Schwangere und ihre Partner*innen produzieren lassen. Das Video steht in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Es erklärt, warum schon geringe Mengen Alkohol in der Schwangerschaft und Stillzeit gefährlich sind und welche Konsequenzen das mit sich zieht. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen hat die Filmentwicklung im Rahmen der Selbsthilfeförderung unterstützt.  

Alle Organisationen im Bereich der Suchtprävention, Suchthilfe und Selbsthilfe wie auch medizinische Einrichtungen und Arztpraxen, sind eingeladen, sich die Videos herunterzuladen, in ihrem Bereich zu verbreiten und in ihrer täglichen Arbeit (bspw. auf Monitoren in Wartebereichen) einzusetzen.


Blick über den Tellerrand: Wie können pädagogische und therapeutische Ansätze aus anderen Bereichen bei FASD genutzt werden?

In einer losen Serie stellt das FASD-Fachzentrum Konzepte und Methoden aus anderen Diagnosen mit ihren jeweiligen pädagogischen und therapeutischen Ansätzen vor – mit Blick auf Übertragbarkeit und Nutzen für den Umgang mit FASD. Anleihen aus anderen Bereichen können hilfreich sein, gerade weil FASD als Spektrumstörung Anteile von z.B. ADHS, Autismus, Behinderung oder Wahrnehmung beinhalten kann.

Der Heilpädagogische Ansatz

Leitbild der Heilpädagogik ist die Ganzheitlichkeit des Menschen und ihn in seiner jeweiligen Lebenswelt zu erkennen und verstehen. Dabei richtet sich der Blick auf seine Fähigkeiten und Stärken als Grundlage des pädagogischen Handelns, nicht die Behinderung bzw. Beeinträchtigung stehen im Vordergrund. Heilpädagogische Methoden beziehen sich auf die Förderung, Begleitung und Unterstützung im Alltag, um gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Das soziale Umfeld wird ebenfalls in die Betrachtung miteinbezogen: Wie und mit welchen Anpassungen kann das Lebensumfeld positiv verändert werden?

Die Heilpädagogik findet bei Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten und Behinderungen Anwendung.

Diese positive Ressourcen- und Stärkenorientierung der Heilpädagogik ist auch der pädagogische Wegbereiter des FASD-Fachzentrums. Susanne Falke und Sabine Stein entwickelten auf dieser Grundlage ein pädagogisch-therapeutisches Handlungskonzept für den pädagogischen Umgang mit Kindern mit FASD, das in dem Buch „Ein (Pflege)kind mit FASD – und glücklich“ ausführlich und mit zahlreichen Praxisbeispielen dargestellt wird.

Mit Heilpädagogik für Erwachsene beschäftigt sich Erik Bosch, Heilpädagoge, Autor und Dozent in der Sozialen Arbeit, Arnheim, in besonderem Maße und es finden sich Übereinstimmungen für die Anwendung bei FASD – sowohl in der pädagogischen Haltung als auch der Selbstreflektion.

Hat der Klient Glück oder Pech, dass er mir begegnet?“

Respektvolle Begegnung und selbstbestimmtes Leben für Menschen mit geistiger Behinderung und interessantem Verhalten sind die Schwerpunktthemen von Erik Bosch. Fragen wie „Verstehen wir den Klienten gut genug?“ führen zu kritischer Selbstreflektion und Hinterfragung der eigenen Haltung. In seinen Büchern beschäftigt er sich u.a. mit Grundhaltung, Begegnung, professioneller Kommunikation, Sexualität und moralischen Dilemmata. So liefert die Methodik des hermeneutischen Kreises ein besseres Verständnis für die individuelle Entwicklungsgeschichte des Klienten mit seinem Autonomie- und Unterstützungsbedarf. Und je besser ein Mensch verstanden wird, umso verantwortlicher können Betreuende in sein Leben eingreifen – beziehungsweise verantwortlich genau dieses nicht tun. Weitere Infos und Bücher.


Das Lebensumfeld aktiv mitgestalten – Politische Teilhabe an NRW-Kommunalwahl am 13. September

Damit sich alle Menschen ab 16 Jahren in der Kommunalpolitik beteiligen können und ihre Anliegen Gehör finden, ist die Teilnahme an der Kommunalwahl besonders wichtig. Dafür hat die Landeszentrale für politische Bildung eine Broschüre mit Informationen in Leichter Sprache herausgegeben, damit Menschen mit Behinderung genauso ihr Wahlrecht ausüben können wie Menschen ohne Behinderung. Dieses Wahlrecht wurde übrigens erst im vergangenen Jahr durch das Bundesverfassungsgericht gestärkt.

Bei der Kommunalwahl werden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die Kreistage und die Gemeinde- und Stadträte in NRW neu gewählt. Entscheidungen dieser Gremien betreffen das direkte Lebensumfeld in einer Stadt oder Gemeinde.

Ob auch die Parteien vor Ort ihre Wahlprogramme in Leichter Sprache herausgeben? Für die Partizipation ein wichtiger Baustein – einfach mal vor Ort anfragen …


Wörterbuch in Leichter Sprache zur Bedarfsermittlung in NRW

Ebenfalls für mehr Mitbestimmung und Entscheidungskompetenz sorgt diese neue Publikation: Die beiden Landschaftsverbände (LVR und LWL) haben gemeinsam ein Wörterbuch in Leichter Sprache als Begleitmaterial zum Bedarfsermittlungsinstrument BEI_NRW entwickelt. Das 40-seitige Wörterbuch „Welche Unterstützung brauchen Sie?“ erklärt die Fachwörter und Begrifflichkeiten rund um die Bedarfsermittlung in Leichter Sprache: Von A wie Allgemeiner Arbeitsmarkt oder Änderungsantrag über Personen-Zentrierung bis Z wie Zuverdienst.


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