Nächster FASD-Spaziergang am 10. Oktober in Köln
Geh.stärkt – gemeinsam ein Stück Weg gehen
Mit diesem niederschwelligen Angebot lädt das Kölner FASD-Fachzentrum zum nächsten offenen Spaziergang am 10. Oktober 2026, von 10 – 12 Uhr, ein. Geh.Stärkt ist ein gemütlicher Spaziergang in der Natur bei entspannter Atmosphäre, mit Raum für bewegte Gedanken, Austausch, Begegnung und Entlastung – zwanglos und offen für alle, die mit FASD zu tun haben. Um kurze Anmeldung wird gebeten: Die Teilnehmenden erhalten umgehend eine Handynummer für die Abstimmung am Tag selbst, falls es zu Verspätungen durch Verkehr und Wartezeiten kommt, damit JedeR ggf. auch nachträglich zur Gruppe gelangen kann. Anmeldung: info@fasd-fz-koeln.de .
Treffpunkt: Köln, Nord Park, Parkplatz „Am Nord Park“, Neusser Landstr. , Einfahrt gegenüber „Geestemünder Str.“, Anfahrt.
Aktuelle Public Health-Studie belegt:
Lebenszeitkosten von FASD – Spät erkannte Unterstützungsbedarfe führen zu hohen sozialen und wirtschaftlichen Folgekosten
In der Studie werden die Unterstützungsbedarfe von Menschen mit FASD über verschiedene Lebensphasen hinweg betrachtet. FASD wird in dieser Arbeit nicht als isolierte medizinische Diagnose betrachtet, sondern bezieht vielmehr ein ganzes Bündel an notwendigen Unterstützungsbedarfen mit ein: Wohnen, Schule, psychische Gesundheit, soziale Teilhabe und später Arbeit bzw. Beschäftigung. Dabei steigen die Unterstützungsbedarfe bei Erwachsenen mit FASD deutlich an. Insgesamt werden in der Studie Lebenszeitkosten von 3,9 Mio. Euro pro Person geschätzt. Diese Berechnung basiert dabei auf einer modellierten kumulierten Lebenszeitkostenschätzung in Baden-Württemberg. Demnach werden Kosten berücksichtigt für besondere Wohn- und Unterstützungsangebote, sonderpädagogische Förderung, psychiatrische Behandlung, Behandlung von Alkoholmissbrauch, Produktivitätsverluste durch Arbeitslosigkeit bzw. eingeschränkte Erwerbstätigkeit. Die Forschenden gehen dabei von einem unteren Wert aus, denn diese Kostenbereiche werden nicht erfasst: allgemeine medizinische Versorgung, Kosten des Justiz- und Strafvollzugssystems, Produktivitätsverluste durch vorzeitigen Tod, Totgeburten oder Fehlgeburten, informelle Pflege, Produktivitätsverluste der Eltern, immaterielle Kosten wie Schmerzen, Leid und Einschränkungen der Lebensqualität. Die AutorInnen kommen zu dem Schluss, dass FASD eine erhebliche langfristige wirtschaftliche Belastung für das Gesundheits- und Sozialsystem darstellt. Sie betonen deshalb die Bedeutung von Prävention, frühzeitiger Erkennung und geeigneten Unterstützungsangeboten. Quelle: Public Health Journal 259 (2026), Elsevier-Verlag
FASD-Fachfamilie werden – neue Schulung ab 16. Januar 2027
Die Behinderung verstehen, Haltung entwickeln und Leben gestalten: Im Fokus dieser Schulung stehen insbesondere die neurologischen Folgen von FASD für Wahrnehmungsverarbeitung und Exekutive Funktionen, sowie ihre Auswirkungen auf den pädagogischen Alltag und das Zusammenleben in der Familie. Das Kölner FASD-Fachzentrum startet einen neuen Durchgang seiner qualifizierten Schulung für Pflege- und Adoptiveltern nach dem Kölner Handlungskonzept für FASD. In vier Modulen lernen und arbeiten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen mit diesem Konzept, erfahren neue Herangehensweisen und können somit ein positives und entwicklungsförderndes Umfeld gestalten. Die Schulung beginnt ab 16. Januar 2027. Zur Anmeldung.
Neu: FASD-Fachfamilie PLUS
Für qualifizierte FASD-Fachfamilien, die die Schulung bereits absolviert haben, erweitert das Kölner Fachzentrum sein Angebot mit neuen Aufbau-Modulen „PLUS“. So findet am 7. November 2026 das Fachfamilien-Modul zu Phasen der kindlichen Entwicklung und ihre Bedeutung für das Verhalten bei FASD statt. Weitere Themen sind in Planung.
Geplante Reformen der Pflegeversicherung und Eingliederungshilfe
Pflege, Entlastung und Teilhabe sichern – Informationsabend der Lebenshilfe NRW
Die Lebenshilfe NRW lädt Eltern und Angehörige von Menschen mit Behinderung zu diesem kostenfreien Online-Informationsabend ein: „Familien unter Druck: Pflege, Entlastung und Teilhabe sichern“ , am 26. Oktober ab 17 Uhr via Zoom. Im Mittelpunkt stehen die geplanten Reformen der Bundesregierung im Bereich Eingliederungshilfe und Pflege sowie Kürzungen zum Beispiel in der Verhinderungspflege. Infos und Anmeldung.
Neu: Sofa-Gespräche zur Themen-Reihe „Identitätssuche und Erwachsenwerden mit FASD“
Mit der neuen Reihe „Sofa-Gespräche“ bietet das Kölner FASD-Fachzentrum seinen Familien ein besonderes Format: In entspannter Wohnzimmer-Atmosphäre zu wechselnden Themen ins Gespräch zu kommen. Beim Erwachsenwerden mit FASD kommen für Eltern und enge Bezugspersonen Themen und Fragen auf, die möglicherweise überfordernd und belastend sein können. Im Austausch mit anderen und durch fachlichen Input geht es um Inhalte wie Pubertät, sexuelle Bildung, Liebe, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität. Ziel ist es, sich gewappnet, gestärkt und befähigt zu fühlen, junge Menschen mit FASD sicher auf der spannenden Reise des Heranwachsens zu begleiten und unterstützen zu können. Leichtigkeit und Humor sind dabei ausdrücklich erwünscht. Das Angebot richtet sich an Pflege- und Adoptiveltern, die im FASD-Fachzentrum Köln angebunden sind und startet am 26. November.
FASD- Beratungszentrum Wuppertal
Fachtag für Menschen mit FASD und Bezugspersonen am 14. November 2026
Mit diesem niederschwelligen Angebot lädt das FASD-Fachzentrum der Caritas Wuppertal/Solingen zu einem Fachtag für Menschen mit FASD ein. Ihnen soll ein stärkendes Forum gegeben werden, sich über FASD zu informieren sowie sich über ihre Lebenssituation und ihre Unterstützungsbedarfe auszutauschen. Anmeldung unter fasd@caritas-wsg.de . Das Wuppertaler Fachzentrum unterstützt und berät Erwachsene mit FASD und ihre Bezugspersonen in der Region.
Weitere Termine:
Pflegekindergruppe Leipzig – Hybridtreffen am 10. Oktober 2026
Das nächste Treffen der Pflegekindergruppe „Wir für Uns“ findet am Samstag, den 10. Oktober 2026 in der Zeit von 14 – 17 Uhr statt. Das Format wird wieder Hybrid sein – das heißt: neben Teilnehmer*innen aus Leipzig haben auch wieder ehemalige Pflegekinder aus allen anderen Regionen die Möglichkeit dabei zu sein. Der Veranstalter bittet herzlich darum, dieses Angebot weiterzuleiten und zu teilen.
Online-Fortbildung des Erziehungsbüro Rheinland am 13. Oktober 2026
„Wenn Grenzen digital überschritten werden: Cyber Grooming & Sexting erkennen, ansprechen, schützen“
Digitale Medien sind fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen – mit Chancen und Risiken. Die Fortbildung vermittelt praxisnah einen Überblick über digitale Grenzverletzungen. Zudem werden sicheres Handeln im Akutfall, wertschätzender Umgang mit der digitalen Lebenswelt Jugendlicher sowie Prävention und elterliche Begleitung im digitalen Alltag reflektiert. Infos und Anmeldung www.erziehungsbuero.de/ebr-programm
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