Aktuelles2021-09-08T13:37:44+02:00

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FunAndSupportDay!

Online-Event für junge Menschen mit FASD am Samstag, den 11.09.2021, 14 Uhr

Zum diesjährigen FASD Awareness Day ( immer am 09.09.) lädt die Kölner  „anders anders“- Peergroup junge Menschen zwischen 14- 25 Jahren mit FASD herzlich ein.

Die Jugendlichen unserer Kölner FASD-Peergroup haben für alle jungen Menschen mit FASD ein virtuelles Eventprogramm vorbereitet. Neben Austausch und Vernetzung können die Teilnehmer*Innen in Workshops zu ausgewählten Themen diskutieren und ihre Wünsche und Bedürfnisse formulieren. Abgerundet wird das Event mit einer Online-Disco – Musikwünsche einfach in den Chat schreiben und der DJ legt auf.

Eine Premiere und tolle Chance für junge Menschen, Kontakte zu knüpfen und mit FASD in die Öffentlichkeit zu gehen.

Unterstützt werden die Kölner Peers von drei jungen Frauen mit FASD aus Berlin und Frankfurt, die mit Mitte 20 über ihre schulischen, beruflichen und insgesamt über ihr Leben mit FASD berichten.Das Angebot ist kostenfrei, damit wirklich jeder teilnehmen kann. Spenden sind jedoch herzlich willkommen.

(Infos dazu über das Anmeldeformular).

Hier geht’s zur Anmeldung


Lernen und Denken bei Kindern mit FASD

Wissenschaftliche Studie der Uni Ulm in Kooperation mit dem Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD Köln

Erstmals erfolgt eine wissenschaftliche Forschung über das Lernen und Denken bei Kindern mit FASD. Wie wirken sich Störungen der Exekutiven Funktionen auf die Lernfähigkeit aus? Ziel ist es, die Fähigkeiten und Schwierigkeiten von Menschen mit FASD noch besser zu verstehen.  Denn je mehr evaluiertes Wissen zur Verfügung steht, desto besser kann sich das Umfeld darauf einstellen und gezielte Förderung ermöglichen. Das Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD Köln freut sich sehr, mit dem ZNL, Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen an der Universität Ulm  einen erfahrenen Kooperationspartner mit dem Forschungsschwerpunkt Exekutivfunktionen gewonnen zu haben.

Bei Betroffenen mit FASD sind häufig die Fähigkeiten beeinträchtigt, die es erlauben, das Denken und die Aufmerksamkeit, die Emotionen und das Verhalten zu steuern – kurz gesagt, die Fähigkeiten zur Selbstregulation. Betroffene werden vom Umfeld oft als vergesslich oder zerstreut wahrgenommen und sind leicht ablenkbar. Oft müssen sie selbst an einfache Alltagsroutinen erinnert werden. Es fällt ihnen schwer ihre Emotionen im Griff zu behalten, sodass es leicht zu Konflikten mit Mitschüler*innen, Geschwistern und Eltern kommt. Diese Schwierigkeiten belasten den Alltag zu Hause und in der Schule.

Studienteilnehmende gesucht

Im Rahmen der Studie werden die Fähigkeiten zur Steuerung des Verhaltens sowie die Fähigkeiten, über sein eigenes Lernen nachzudenken und dieses zu steuern (z.B. Arbeiten strukturieren, Lernstrategien nutzen), bei Kindern mit und ohne FASD verglichen. Dazu werden in der Studie spielerische Tests und Fragebogen eingesetzt. Studien dieser Art sind wichtig, um Betroffene und Ihre Erkrankung besser verstehen und in Zukunft bestmöglich unterstützen zu können.

Für die Studie werden Kinder mit und ohne FASD gesucht, die ab Herbst 2021 die dritte oder vierte Klasse besuchen.

Das Team der Studie freut sich über Ihre Unterstützung!

Falls Sie und Ihr Kind an der Studie mitwirken möchten, können Sie das Studienteam über die E-Mail fasd-studie@znl-ulm.de erreichen.

Die Bedeutung der Exekutiven Funktionen

Die Entwicklung des Frontalhirns ist durch pränatale Alkoholschädigung besonders betroffen. Im sogenannten Frontalen Cortex sind die exekutiven Funktionen angesiedelt, die als „Steuerzentrale“ u.a. Verhalten, Gefühle, Arbeitsspeicher und Handlungsplanung steuern. Schädigungen der exekutiven Funktionen führen beispielsweise zu Störungen in Gedächtnis, Selbstregulation, Merkfähigkeit und Verhalten, wie sie bei FASD bekannt sind.

Mit dieser Forschung will das Fachzentrum dazu beitragen, die Lebensgestaltung für Menschen mit FASD und ihren Bezugspersonen zu erleichtern. In seinen pädagogisch-therapeutischen Handlungsorientierung stützt sich das FASD-Fachzentrum bisher auf Hypothesen, die durch empirische Beobachtung und Hintergrundwissen aufgestellt wurden. Herangewachsene Jugendliche mit FASD bestätigen heute diese Annahmen durch ihre Schilderungen, wie sie FASD erleben. Daher möchte das FASD-Fachzentrum Köln mit dieser wissenschaftlichen Studie dazu beitragen, diese Arbeitshypothesen auf „feste Füße“ zu stellen.

Die Forschungsergebnisse werden maßgeblich dazu beitragen, Betroffene, Bezugspersonen aus Familie, Schule, Freizeit sowie Fachkräfte des Hilfesystems besser miteinander abzustimmen. Denn eine gezielte Förderung von Kindern mit FASD unterstützt nicht zuletzt auch einen gelingenden Start ins Leben.

Studien-Informationen für Eltern


„Vereinbarkeit von Pflege und Beruf für Eltern mit einem pflegebedürftigen Kind“

Studie vom Kindernetzwerk eV in Kooperation mit der Uniklinik Hamburg

Diese Umfrage richtet sich an Eltern, Pflege- oder Adoptiveltern und andere Erziehungsberechtigte von Kindern mit chronischen Erkrankungen, Pflegebedarf und/oder anderen zuwendungsintensiven Problemen. Ziel dieser Expertise ist, das Familienpflegezeitgesetz sowie weitere Gesetze, Regelungen und Angebote für Familien mit pflegebedürftigen, behinderten und/oder chronisch kranken Kindern auf ihre Eignung zu überprüfen und Lösungsansätze für politische Entscheidungsträger zu formulieren.

Die Studie erfolgt im Auftrag des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist bis zum 30. September freigeschaltet.

Zur Online-Umfrage


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