Unser pädagogisch-therapeutisches Handlungskonzept

Die neurologische Schädigung des Gehirns bei FASD führt zu komplexen, sich einander bedingenden Folgen: die veränderte Wahrnehmung und ihre gestörte Verarbeitung beeinflussen die Exekutiven Funktionen mit ihrem Arbeitsgedächtnis, Handlungsplanung, Impulskontrolle, der emotionalen Bewertung von Erlebtem sowie den Transfer ins Langzeitgedächtnis. Während die kognitive Entwicklung häufig im mittleren bzw. unteren Bereich liegt (Förderschwerpunkt Lernen), ist die emotionale Entwicklung bei FASD meist deutlich eingeschränkt.

Von der Regel- zur Heilpädagogik

Menschen mit FASD sind in ihrer emotionalen Entwicklung meist verzögert, was sich in auffälligen Verhaltensweisen zeigt. Dies hat Konsequenzen für den pädagogischen Umgang, denn dieser sollte sich am emotionalen Entwicklungsalter orientieren.

In Anlehnung an die Heilpädagogik hat das FASD-Fachzentrum daher das pädagogisch-therapeutisches Handlungskonzept entwickelt. Das Kind mit seinem emotionalen Entwicklungsalter steht im Mittelpunkt, mit seinen individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Grenzen. Dafür ist es notwendig, grundsätzliches Verständnis für die Art und Weise des kindlichen Verhaltens zu entwickeln und keine altersentsprechenden Entwicklungen zu erwarten.

Was benötigt das Kind jetzt im Augenblick, welche Orientierung und Sicherheit kann bei der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen helfen? An welche Ressourcen kann angeknüpft werden, um Entwicklung und Selbstwertgefühlt zu fördern?

Die (heil-)pädagogische Haltung in der Betreuung orientiert sich sehr störungsspezifisch am einzelnen Kind. Bisherige Erfahrung mit diesem Konzept zeigen, dass sich die Prognosen von Menschen mit FASD verbessern und ein gelingenderes Leben möglich wird.

Adressaten dieses pädagogisch-therapeutischen Handlungskonzeptes sind Bezugspersonen/Eltern und Fachkräfte.

Aktuelles

Was ist das nur in meinem Kopf?

Neu: FASD-Erklärbuch für junge Menschen mit FASD und ihre Bezugspersonen.


Neue FASD-Video-Dokumentation

Anders stark.

Fünf junge Menschen teilen ihre Perspektive und machen sichtbar, was im Alltag oft verborgen bleibt. Eine Produktion vom Kölner FASD-Fachzentrum.


Traumapädagogik 

Neues Karten-Set für Psychotraumatologie und Traumapädagogik.


Ein Blick nach vorn – 100 Fachleute schmiedeten gemeinsam Zukunft

Ergebnisse der Kölner Fachtagung von April


Geh.Stärkt.

Herzliche Einladung zum nächsten FASD-Spaziergang in Köln am 4. Juli 2026


FASD -Momente zum Schmunzeln
Gesammelte Anekdoten von Familien des Kölner FASD-Fachzentrums


Chaos im Kopf – Dein FASD-Podcast
Neue Folge: Sexuelle Bildung und FASD
Von Wolfgang Werminghausen

Sabine Stein, FASD-Fachzentrum Köln, erklärt, warum eine offene Sprache finden, Grenzen erkennen, übergriffiges Verhalten einordnen und selbstbestimmt handeln für Menschen mit FASD wichtig sind.


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